ILCA (Laser) ÖSTM Wolfgangsee und bisherige Saison
Nicht nur die Ferienzeit neigt sich langsam dem Ende zu, auch die Saison der österreichischen ILCA-Klasse ist größtenteils gelaufen. Die bisherige Berichterstattung auf unserer Homepage beschränkte sich auf die beiden GPC-Regatten am Samitzteich und am Grundlsee. Es ist also höchste Zeit für einen Rückblick auf die Saison abseits der steirischen Gewässer sowie die zahlreichen Aktivitäten der NCA Laseratis.
Los ging es wie immer zu Ostern in Izola, wo auf ein fünftägiges Training der Spring Cup folgte. Beim Training waren Elisabeth Strobl-Gobiet, Ernstl Traxler, Emil Scherer und ich, Robert Holzer, mit von der Partie. Nik Strobl, in den letzten Jahren sehr aktiv, musste die Saison leider verletzungsbedingt für beendet erklären noch bevor diese begonnen hatte. In Erinnerung bleiben werden vor allem die Starkwindtage beim Training. Eine kleine Gruppe wagemutiger ließ sich auch von Böen bis 38 kts nicht abschrecken. Während der Regatta erfreute sich Emil daheim bereits an der Osterjause. Der Rest von uns genoss noch schöne Wettfahrten bei gutem, nicht mehr allzu starkem Wind.



Nach dem 1. GPC bei uns im Club folgte Anfang Mai mit der dreitägigen Schwerpunktregatta (SP) in Podersdorf der erste nationale Bewerb. Den NCA vertraten die üblichen Verdächtigen; Elisabeth, Ernstl, Emil und ich. Wir verbrachten zwei nette Tage auf der Clubterasse, am dritten und letzten Tag gab es sogar Wind zum Segeln. Die Ergebnisse:
Die Traunseewoche war die nächste Regatta im Kalender. Vor einigen Jahren noch als legendäre Veranstaltung ein Fixtermin für die meisten, kämpft das Event leider mit rückläufigen Teilnehmerzahlen (in erster Linie bei den ILCA 7). Auch ich kann nur aus Erzählungen berichten; es soll sehr kalt und nass gewesen sein. Aufgrund der lediglich 7 Teilnehmer bei den ILCA 7 zählt die Regatta nicht als Schwerpunktregatta (daher die Reserve-SP in Wien, siehe Ausblick unten). 2 von 7 waren immerhin NCAler: Ernstl und Christian „Schwerti“ Schwerdtfeger. Bei den ILCA 6 war das Feld mit 30 Booten schwerpunktwürdig, Elisabeth war für den NCA dabei. Die Ergebnisse:

Ebenfalls im Mai fand der Seesterncup im Yachtclub Breitenbrunn (in Mörbisch) statt. Der Club stellte ein großes Event mit rund 200 SeglerInnen auf die Beine. Neben den ILCAs waren 29er, Zoom und Optis am Start. Optis und Zoom wurden allerdings im Yachtclub Mörbisch gegenüber untergebracht, sodass genug Platz für unsere Laser vorhanden war. Die ausgezeichnete und herzliche Verpflegung durch die Mitglieder des YcBb stach wieder hervor. Mit dabei waren für den NCA Elisabeth, Ernstl, Christian und ich. Wir fanden hervorragende Bedingungen vor und konnten jeden Tag die geplanten Wettfahrten absolvieren. Die Ergebnisse:
Ein besonderes Highlight für mich war die EMS (European Master Series) im UYCNs. Das lag einerseits daran, dass schon lange keine ILCA SP-Regatta im UYCNs stattfand und der Club eine hervorragende Infrastruktur sowie ein tolles Clubrestaurant bietet. Andererseits, weil ich ob meines fortgeschrittenen Alters (über 30) mittlerweile startberechtigt für Master-Regatten bin. Es tun sich damit ganz neue Möglichkeiten und Ziele auf. So schön es ist eine generationenübergreifende Bootsklasse zu segeln, so sehr hat eine Regatta im Kreise der alten Junggebliebenen ihren Reiz. Das Feld war für eine internationale Regatta zwar eher überschaubar, dank einiger Gäste aus dem Ausland war es dennoch eine würdige EMS-Regatta. Dass ich den 2. Platz hinter Christoph Marsano ersegeln konnte, war das sportliche Highlight meiner Master-Premiere. Die weiteren Ergebnisse:

Nach einigen regattafreien Wochenenden beginnt Mitte Juli traditionell die „Salzkammergutserie“, wobei zunächst die Regatta in Weyregg am Programm steht. Wie gewohnt war es im Club sehr gemütlich und wir wurden von den engagierten Mitgliedern hervorragend versorgt. Das Abkühlen im glasklaren Attersee nach einem Tag im Neopren ist immer wieder ein Genuss. Im ILCA 7 gab Claus Dapeci sein Comeback und konnte die Regatta direkt für sich entscheiden. Ich konnte mit dem 2. Platz sehr zufrieden sein. Emil wurde 8., Ernstl 13. Die weiteren Ergebnisse:
Anfang August waren in Ebensee 3 NCA-Boote am Start. Alle fünf ausgeschriebenen Wettfahrten konnten gesegelt werden. Vom NCA waren im ILCA 7 Christian und Ernstl am Start, Elisabeth war bei den ILCA 6 mit dabei. Die Ergebnisse:
Mitte August findet bereits seit mehreren Jahrzehnten der traditionsreiche Laser Grand Prix in St. Gilgen statt; in diesem Jahr nicht nur Schwerpunktregatta, sondern auch Staatsmeisterschaft. Der Club und der Wolfgangsee bieten eine wunderschöne Kulisse. Wohl auch deshalb ist das Teilnehmerfeld regelmäßig das größte unter den österreichischen ILCA-Events, dies nicht zuletzt dank der tschechischen Stammgäste. Die Staatsmeisterschaft war ein zusätzlicher Anreiz und so waren 42 ILCA 7, 20 ILCA 6 Damen und 30 ILCA 6 Herren am Start. Die ersten beiden Tage brachten typische Wolfgangseebedingungen: schönes Wetter, teilweise Hängewind, drehend, böig und löchrig, in Summe also schwierig. Tag 1 erlaubte dennoch drei Wettfahrten, am Folgetag gelangen immerhin noch zwei. Nur der letzte Tag brachte starke Bewölkung und Flaute. Trotz oder gerade wegen der schwierigen Bedingungen konnten sich im ILCA 7 die Favoriten durchsetzen. Einige der Medaillenkandidaten mussten, wie bei diesen Bedingungen häufig zu sehen, ein paar Mal ordentlich Punkte ausfassen. Es galt demnach möglich konstant zu segeln und nicht öfter als das eine, streichbare Mal anzuschreiben.
Bei den ILCA 7 holte sich den Staatsmeistertitel Clemens Kübber, der sich mit drei Punkten Vorsprung auf Toni Messeritsch durchsetzen konnte. Der Kampf um den Titel war eine Privatangelegenheit der beiden Herren. Dahinter mischten mehrere Segler um den letzten freien Podestplatz mit. Zu meiner großen Freude konnte ich als einer dieser Segler bis zuletzt um Platz 3 segeln, wurde letztlich mit zwei Punkten Abstand aufs Stockerl 5. Philip Lang war der strahlende Dritte, Claus Dapeci mit gar nur einem Punkt Rückstand auf ihn 4. Ernstl konnte seine Routine bei einem 29. Platz in der Wertung ausspielen und wurde gesamt 37. Emil ging am Freitag pflichtbewusst noch seiner Arbeit nach und verpasste damit leider 3 von 5 Wettfahrten, wurde schließlich 39.
Bei den Damen konnte sich Eva Aichriedler als Staatsmeisterin feiern lassen. Alice Lang belegte in der Wertung der Österreicherinnen Platz 2, gefolgt von Eva-Maria Schimak. Elisabeth wurde als einzige NCAlerin 17.
Abseits davon war die Regatta hervorragend organisiert und es wurde ein nettes Rahmenprogramm geboten. Am ersten Tag ging das Stegbier nahtlos ins Freibier (samt Alternativen) über, die Pastaparty in die Outdoor-Disco mit DJ-Hias. Auch am zweiten Abend gab es Freibier und Säfte zu einem ausgezeichneten Grillbuffet. Die hungrigen Bäuche und durstigen Kehlen kamen voll auf ihre Kosten.
Alle Ergebnisse:

Mit dem Europacup am Attersee (11.-13.09.), dem 3. GPC am Packer Stausee (26.-27.09.) und der Reserveschwerpunktregatta auf der Neuen Donau in Wien (03.-04.10.) stehen noch drei Regatten im österreichisch-steirischen Kalender. Für die besonders Fleißigen geht es Ende Oktober zur Trainingswoche der ILCA-Klasse an den Gardasee.
Bis dahin
Euer Robert „Bobby“ Holzer
AUT 173113