
Die Aufholjagd hat begonnen...
Auch beim zweiten Event der Segelbundesliga am Attersee nutzten wir wieder den Donnerstag, um uns auf Revier und Boot einzustellen. Mit dabei diesmal unser Commodore Mischa als Einspringer für Philipp, der erst am Samstag anreisen konnte, sowie die Stammcrew Christian, Felix und Luis. Wegen kleinerer Kommunikationsprobleme mußten wir etwas auf unser Boot warten, als wir schließlich aufs Wasser kamen zeigte sich der Attersee aber von seiner brauchbaren Seite, mit wechselhaftem Westwind, der uns einen Vorgeschmack auf die Bedingungen des restlichen Wochenendes geben sollte.
Ein Trainer stand uns diesmal nicht zur Verfügung, also übernahmen wir die Auffrischung der Abläufe selbst. Wir exerzierten die Manöver durch und machten Mischa “fit wie Philipp”. Der Abend im Sonnenuntergang bei Bier, Hugo und Eierschwammerlspezialitäten ließ uns dem ersten Regattatag optimistisch entgegensehen.
Am Freitag blitzte unser Potenzial immer wieder auf. Neben einigen verpassten Chancen konnten wir auch einen Wettfahrtsieg einfahren. Ganz geschenkt war er nicht, aber in einem Flight, den man gewinnen muss, haben wir die Pflicht erfüllt. In anderen Situationen standen wir ebenfalls gut da, verloren aber durch Penalties, einen Sonnenschuss und die eine oder andere unglückliche Entscheidung wieder Plätze. Immerhin blieb uns ein Frühstart erspart, und wir fanden uns damit in der von uns nicht ganz unbekannten Tabellenregion um Platz zehn wieder.
Der Samstag brachte starken Westwind, sehr drehend und mit großen Unterschieden am Kurs. Das waren grundsätzlich Bedingungen, die uns entgegenkamen. Es wurde viel gesegelt, und wir waren immer wieder während den Wettfahrten in Top-Positionen. Trotzdem gelang es uns gefühlt zu oft nicht, unseren Vorteil auch “heimzusegeln”. Immerhin hatten wir am Ende des Tages rechnerisch noch die Chance auf Platz fünf in der Eventwertung.
Am Abend servierte das Jojo-Lokal des UYCAs Vorspeisenspezialitäten und Schweinsbraten, wie sich herausstellen sollte konnten wir diese Energie am nächsten Tag gut brauchen.
Der Sonntag begann wettermäßig durchwachsen mit Regen und Wind aus West bis Nord, später drehte das Ganze weiter Richtung Süd. Nach einem durchgezogenen Schauer und einer Wartepause kam wieder Sonne heraus, dazu kräftiger Südwind mit Schaumkronen. Bei diesen Champagne-Sailing-Bedingungen konnten wir noch einmal anschreiben: Ein zweiter Platz hielt den siebten Eventrang zur Tagesmitte in Reichweite.
Am Ende besiegelten ein dritter und ein vierter Platz den neunten Platz in der Eventwertung. Insgesamt fühlte sich das Wochenende deutlich besser an als der Saisonauftakt in Velden. Wir waren oft vorne dabei und hatten eher das Problem, gute Positionen nicht immer bis ins Ziel zu bringen, als von Anfang an hinten nachzufahren. Die kräftigeren und wechselhaften Bedingungen am Attersee kamen uns offenbar entgegen.
Damit stehen wir auch in der Gesamtwertung derzeit auf Platz neun und hoffen, dieses einstellige Ergebnis halten zu können. Entsprechend motiviert, aber auch mit etwas Sorge, blicken wir den nächsten Events am Traunsee und Mondsee entgegen, die nicht unbedingt als klassische Starkwindreviere bekannt sind.
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